News & Rezensionen: Schachen

News & Rezensionen: Schachen

von Sezgin Güven

Hier finden Sie alle Beiträge, Rezensionen, Videos und Informationen zu Schachen, die von externen Seiten, Magazinen und Zeitungen veröffentlicht wurden.


WOW – “Schachen” wurde als Gewinn für den diesjährigen Wettbewerb Känguru der Mathematik ausgewählt!

Känguru der Mathematik

Känguru der Mathematik ist ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 50 Ländern, der einmal jährlich in allen Teilnehmerländern gleichzeitig stattfindet und als freiwilliger Klausurwettbewerb an den Schulen unter Aufsicht geschrieben wird. Ziel ist die Unterstützung der mathematischen Bildung an den Schulen und das Schaffen von Freude an der Beschäftigung mit der Mathematik. In Deutschland machen 850.000 Schüler aus Grund- und weiterführenden Schulen mit – im Jahr 2014 bereits zum 20. Mal.

Känguru der Mathematik

Das Niersradio berichtete im “Blickpunkt MG” am 7. Dezember 2011 über die neuen Spiele im Verlag Mücke Spiele; nachfolgend der Bericht zum Spiel “Schachen”

Bericht bei Niersradio


Bericht BEI  deskovehry.com
Bericht BEI deskovehry.com

Das Online-Spielemagazin “deskovehry.com” berichtete ausführlich über das Spiel Schachen (in englischer Sprache).

Bericht bei reich-der-spiele.de
Bericht bei reich-der-spiele.de

Das Onlineportal Reich der Spiele berichtete über das Spiel Schachen.


Das Spielemagazin “WIN” berichtet in der neusten Ausgabe über das Spiel Schachen.

Beitrag von WIN Spielemagazin


In Ausgabe 98/2011 stellte die Fairplay das Spiel Schachen vor.

BEITRAG VON FAIRPAY

Glühende Landschaften

Angesichts einer fast unüberschaubaren Fülle an Schachvarianten fällt es naturgemäß gar nicht so leicht, sich einen neuen einprägsamen Titel einfallen zu lassen, der zugleich den gewünschten Bezug zum Stammwort Schach herstellt. Da mag es den beiden Autoren nachgesehen werden, dass sie in ihrer Not das kraftvolle Substantiv zu einem eher schwächlich klingenden Verb umgegossen haben. Zumal alsbald erkennbar wird, worum es hierbei geht, nämlich herzlich lachen, wenn Schachfiguren ohne Brett verrückte Sachen machen. Genau genommen dürfte nicht einmal von Figuren gesprochen werden. Denn diese sind zu Abbildungen auf quadratischen Kärtchen reduziert, huschen also nur schemenhaft durchs Spielgeschehen.

Anfangs stehen oder genauer: liegen sich nur die beiden Könige mit je vier Bauern als Geleitschutz in gebührendem Abstand von drei virtuellen Reihen gegenüber. Dame, Offiziere und weitere Bauern können erst im Laufe der Partie nach rücken. Alle folgen weitgehend ihren vertrauten Schrittmustern, müssen dabei aber stets Kontakt zu einer eigenen oder fremden Figur halten, sofern sie nicht eine solche schlagen. Besonderheiten bestehen für den König und die Bauern. Diesen ist der initiale Doppelschritt versagt. Dafür dürfen sie bereits dann in eine geschlagene Figur umgewandelt werden, wenn sie zur Reihe des gegnerischen Königs vorrücken. Ein König darf seinerseits grundsätzlich nach vorn oder zur Seite ziehen und nur beim Schlagen auch zurückweichen. Eine Rochade kommt umständehalber erst gar nicht in Betracht.

Nach jedem Zug darf eine Figur ins Spiel gebracht werden. Dazu stehen allerdings jeweils nur drei Kärtchen zur Auswahl, die von den zu Beginn gemischten Stapeln gezogen werden. Ein Bauer wird auf ein freies Feld rechts oder links neben einen seiner Artgenossen platziert, Dame und Offiziere direkt hinter einen solchen. Eine Bauernumwandlung ist beim-Einsetzen ausgeschlossen.
Kommt den Bauern schon beim orthodoxen Schach eine oft spielentscheidende Bedeutung zu, sind sie hier als Rekrutierungsbeauftragte absolut unverzichtbar. Ein sonst so attraktiver Abtausch mit einem Offizier des Gegners kann sich deshalb zwingend verbieten, was dieser natürlich vice versa genüsslich zu einem frechen Vorstoß auszunutzen weiß. Zugleich werden die Langschrittler durch die nur beim Schlagen aufgehobene Zugbedingung fortwährenden Figurenkontakts in ihrer Wertigkeit relativiert. Unter diesen Vorgaben die Möglichkeiten eines virtuellen Bretts auszuloten, ist eine ebenso ungewöhnliche wie reizvolle Aufgabe. Da stört auch das – wohl im Interesse spielerischer Leichtigkeit und zur Vermeidung standardisierter Eröffnungen für unverziehtbar erachtete – Zufallselement beim Nachziehen der Kärtchen nicht, da es gut überschaubar ist und sich deshalb ins Kalkül einbeziehen lässt.

Die eingangs angesprochene kaum noch überschaubare Fülle an Schachvarianten bringt es neben den mehr sekundären Problemen bei der Titelwahl mit sich, dass mancher auf den ersten Blick so originell erscheinenden Idee dieses Attribut dann doch versagt bleiben muss. So hat Jason Wittman mit seinem TILE CHESS (Steve Jackson Games) bereits 1999 den kühnen Schritt gewagt, über eine Atomisierung des Schachbretts hinaus, wie sie von Roland Siegers mit SCHACH PLUS und zeitgleich von Peter Vielor mit CHOISS ein paar Jahre zuvor betrieben worden war, Figuren und Felder zu einer Einheit zu verschmelzen. Näheres dazu in FP 67.
Im Detail gibt es freilich gravierende Unterschiede. Insbesondere müssen bei TILE CHESS erst sämtliche Figurenplättchen ausgelegt sein, bevor die Zugphase beginnt. Außerdem besteht ein uneingeschränktes Schwarmgebot, was geradezu bizarre Stellungen hervorbringen kann und es notwendig macht, Felder mit Figuren der eigenen Farbe durchqueren zu dürfen.

An der konzeptionellen Eigenständigkeit von SCHACHEN gibt es deshalb nichts zu deuteln. Zumnal sein begrenztes Zufallselement dem Geschehen eine heitere Note verleiht und damit eine angenehm lockere Atmosphäre schafft. Wer dies jedoch als zu unernst empfindet, braucht sich nicht gehindert zu sehen, sofortigen Zugriff auf den gesamten Kartensatz zu vereinbaren.

Jochen Corts

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